Vier Tage Freiheit am Lenker eines Motorrads. Ein Trip, der Christian Pfahl sogar dazu gebracht hat, seine gewohnte und eher sperrige und schwere Fotoausrüstung zu Hause zu lassen und eine für ihn neue Kamera zu verwenden: die Q. Bericht über die ersten Erfahrungen mit der Q in der Innerschweiz.

 

Als erfahrener Motorradfahrer weiss Christian Pfahl, worauf es ankommt: Man sollte mit möglichst wenig Gepäck reisen und sich manchmal auch von liebgewonnenen Gewohnheiten befreien. Wenn er auf seinem Motorrad zu einem Roadtrip aufbricht, ist ihm bewusst, dass die Fotoausrüstung die Quadratur des Kreises erfüllen muss: reduzierte Grösse, einfache Bedienung, robustes Material, und selbstverständlich keine Abstriche bei der Bildqualität. Ein wahrhaft schwieriges Unterfangen!

«Ich bin nicht wirklich technikaffin; wenn ich einen neuen Apparat in den Händen halte, brauche ich eine gewisse Zeit, bis ich mich daran gewöhnt habe. Als man mir vorschlug, es für diese Reise doch einmal mit der Q zu versuchen, war ich gleichzeitig angetan und beunruhigt. Dies gilt umso mehr angesichts der Festbrennweite von 28 mm. Obwohl man den Bildausschnitt anschliessend anpassen kann, betrat ich doch unbekanntes Gebiet.»

 

Das ist aber noch lange kein Grund, auf etwas zu verzichten, das Christian als spannende Herausforderung bezeichnet. «Anlassen und Gas geben!», wie die Motorradfahrer sagen. Ziel ist die Innerschweiz mit ihren zahllosen Naturschönheiten, die Q ist umgeschnallt und immer dabei. Die Landschaft zieht am geschärften Auge des Fotografen vorbei. Links und rechts vom Asphaltband der Strasse wechseln sich grüne Wiesen und Bergseen in unglaublichen Gletscherfarben ab mit Gipfeln, die selbst jetzt im Sommer noch immer schneebedeckt sind.

«Ich gebs ja zu: Ich war von Beginn weg begeistert von diesem Apparat. Dank der intuitiven Ergonomie und der einfachen Menüführung fühlte ich mich sofort wohl damit und konnte mich auf meinen Bildausschnitt konzentrieren, ohne dass ich von der Technik abgelenkt wurde. Es ist eine Art Rückkehr zum Wesentlichen, ohne Schnickschnack, in direktem Kontakt zu dem, was ich sehe.»

Vom türkisblauen Wasser des Brienzersees, verewigt unter dem Schutz eines Schirms, als die historische Furkabahn unangemeldet auftauchte, bis hin zu den sehr grafischen Spitzkehren der Tremolastrasse: Das Auge geniesst. «Es ist schwer, dieser ungeschminkten, wilden Schönheit zu widerstehen. Plötzlich wird der Umstand, dass man die Kamera am Riemen und damit immer in Griffnähe hat, zu einem Trumpf.»

Also, Christian, was hat dir diese neue Erfahrung gebracht? «Alle Zweifel sind restlos ausgeräumt, die Q hat mich vollends überzeugt!», sagt er bestimmt, ohne seine Begeisterung zu verbergen. Nach Hause zurückgekehrt, sieht er sich die Bilder auf dem Bildschirm an. «Ohne rot zu werden kann ich sagen, dass ich mich richtiggehend in die Abbildungsleistung verliebt habe. Helles und dunkles Licht wird subtil und detailgetreu abgebildet, die Qualität erleidet gegen den Rand hin keine Einbussen. Das ist ein Punkt, auf den ich sehr grossen Wert lege.»

Hört man die Ausführungen von Christian Pfahl, darf man davon ausgehen, dass der ersten Erfahrung schon bald weitere folgen werden.

Biographie

Obwohl Christian ein Autodidakt ist, wie er im Buche steht, und über keine Fachausbildung in Fotografie verfügt, verzeichnen seine Arbeiten seit 2011 einen grossen Erfolg. Vor allem dank der Sichtbarkeit, die die sozialen Netzwerke bieten, ist die hohe Qualität der Bilder von Christian Pfahl einem breiten Publikum bekannt. Das ist angesichts eines Urgrossvaters, der seinerseits Fotograf war und Auguste und Louis Lumière nahestand, auch nicht weiter verwunderlich. Der leidenschaftliche Fotograf möchte seinen Amateurstatus beibehalten und teilt sich deshalb seine Zeit auf zwischen seinem Berufsleben im Bauwesen, kommerziellen Bildaufträgen und persönlichen Projekten.